Campus goes Digital

25 July 2024

Am 1. Oktober 2024 startet die erste vollständig digital arbeitende Universität

Deutschlands mit den ersten MBA- und Masterstudiengängen sowie Open Courses und Micro-Degree

Programs, die Fachleute für den digitalen Wandel in aller Welt ausbilden. Das ist die Vision der

Informatikprofessoren Mike Friedrichsen und Christoph Meinel. Die Initiatoren des innovativen DigitalUniversitäts-Konzepts erwarten die Genehmigung als staatlich anerkannte Universität im ersten

Quartal 2025. Standort der privaten und gemeinnützigen Hochschule „German University of Digital

Science“ (German UDS) ist die Medienstadt Babelsberg in Potsdam. Hier befindet sich das Headquarter

sowie das sogenannte Maschinenhaus, das die Server für den Lehrbetrieb beherbergt.


German UDS – die erste global agierende Digital-Universität Deutschlands

Warum nennt sich die German UDS die erste vollständig digital arbeitende Universität? Die Fernuni Hagen

feiert dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen und gilt bislang als einzige Fernuni Deutschlands. Spätestens

seit der Corona-Pandemie sind Online-Vorlesungen für Studierende und Lehrende Usus geworden. Doch

finden an den meisten Universitäten und Fachhochschulen im In- und Ausland neben den OnlineVorlesungen nach wie vor präsenzpflichtige Lehrveranstaltungen statt. Studium und Weiterbildung sind

an der German UDS jedoch hundertprozentig digital möglich. Darüber hinaus stellt sich die neue

Universität von Anfang an auch als explizit globale Bildungseinrichtung auf. D.h. Studierende und

Lehrende der ganzen Welt können Teil der German UDS werden, denn das gesamte Lehrangebot mit

Vorlesungen, Übungen, Seminaren und Prüfungen wird digital und ausschließlich englischsprachig

ermöglicht.

Die Zielgruppen der German UDS

Die German UDS adressiert sich an alle Lernenden und Lehrenden weltweit, die den digitalen Wandel

fundiert mitgestalten möchten. Insbesondere der globale Süden ist den Initiatoren Profs. Drs. Mike

Friedrichsen und Christoph Meinel ein besonderes Anliegen: „Wir denken nicht ausschließlich, aber

nachdrücklich an Menschen aus dem globalen Süden, für die aus finanziellen, beruflichen oder familiären

Gründen ein Studium oder eine Weiterbildung in der westlichen Welt unmöglich ist. Aber auch in

Deutschland, Europa oder in anderen westlichen Ländern ist nicht jeder in der Situation, ein

Präsenzstudium zu absolvieren.“

Beitrag zum Abbau des weltweiten Mangels an IT-Fachkräften

Der Fachkräftemangel in vielen Bereichen nimmt national und international stetig zu. Insbesondere

Deutschland benötigt in den nächsten Jahren wie kein anderes Land in Europa Fachkräfte mit höherem

Bildungsabschluss. Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche fordert signifikant mehr ITFachkräfte. Allein in der Technologiebranche werden nach Berechnungen des US-amerikanischen Korn

Ferry Institute bis zum Jahr 2030 weltweit 4,3 Millionen IT-Expertinnen und -Experten fehlen.

Genau hier positioniert sich die German UDS: Aus- und Weiterbildung für den digitalen Wandel

Erklärtes Ziel der German UDS ist, dazu beizutragen, den gravierenden weltweiten Mangel an ITFachkräften zu mindern, durch den in vielen Ländern die Digitalisierung ins Stocken gerät. „Allein in

Deutschland können derzeit fast 150.000 Stellen nicht mit IT-Expertinnen und -Experten besetzt werden“,

verweist Meinel auf neueste Erkenntnisse des Digitalverbands Bitkom.

Künstliche Intelligenz allein werde nicht helfen, die Fachkräfte-Lücke zu schließen, betont Friedrichsen:

„Die künftigen Problemlöser und Gestalter der Digitalisierung benötigen hochqualitatives Wissen. Das will

die German UDS ihnen künftig online vermitteln, egal wo auf der Welt sie leben und arbeiten.“

Das Studienangebot – digital für digital

Ab dem 1. Oktober 2024 werden folgende Studiengänge angeboten:

• MBA-Studiengänge: Digital Technologies und Digital Transformation

• Masterstudiengänge: Advanced Digital Reality, Applied AI, Cybersecurity und Digital Leadership

Nach dem Start der ersten MBA- und Masterstudiengänge wird das Angebot eines Bachelors „Digital

World“ folgen. Open Courses und Micro-Degree Programs ergänzen das digitale Lehrangebot zu digitalen

Themenbereichen. Auch ein Kurs zur Innovationsmethode Design Thinking ist in Vorbereitung.

Bis zum 15. September 2024 kann sich jede und jeder Interessierte für das kommende Semester

bewerben.

„Wir sehen unser Alleinstellungsmerkmal als Universität wirklich in dem Begriff ´digital´. Er ist der

Schlüssel für die Zukunft. So wird unser Angebot kohärent: wir bieten Lernen und Lehren digital für die

zentralen digitalen Themen unserer Zeit – Digital Technologies und Transformation, Digital Reality und

Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Digital Leadership. Wer tief in diese Themen einsteigen möchte,

sollte auch während der Ausbildung bereits die Möglichkeiten der digitalen Technologie nutzen und

praktisch anwenden. Es sind also nicht nur unsere praxisrelevanten Kooperationen mit Unternehmen und

Partnern weltweit, sondern auch die speziell entwickelte Lernplattform German-UDS.academy, die

Studium und Praxis über die Studienmethode synthetisieren. Das trägt u.E. zum ´learning by doing´

maßgeblich bei“, führen Friedrichsen und Meinel aus. „Denn was schult mehr, als digital, digitale Themen

zu bearbeiten? Wir lernen doch schlussendlich alles in einem Kontext – laufen, sprechen, lesen,

schreiben… Wir wollen uns bewegen, mitteilen, teilhaben und ausdrücken. In der digitalen Welt ist es

nicht anders. Nur wenn wir uns in ihr zuhause fühlen, können wir tiefer eintauchen und sie (mit-)

gestalten.“

Für die virtuell an der German UDS Studierenden werden moderate und erschwingliche Gebühren in

Höhe von 7.500 Euro pro Studienjahr anfallen, um die Abschlüsse Bachelor und Master of Science sowie

Master of Business Administration (MBA) zu erlangen.

Die German UDS möchte als „Leuchtturm der digitalen Bildungslandschaft“ den weltweiten Zugang zu

digitaler Bildung demokratisieren und hochwertiges, innovatives Wissen vermitteln, das überall für die

Bewältigung der digitalen Transformation notwendig ist und den Mangel an IT-Fachkräften lindern hilft.

„Gleichzeitig soll die künftige Digital-Uni auch einen aktiven Beitrag für die Sicherstellung von Freiheit,

Gleichheit, Selbstbestimmung, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit in der digitalen Welt leisten“, betont

Friedrichsen.

Die Lernplattform German-UDS.academy

Die German-UDS.academy ist eine digitale Bildungsplattform, die ein breites Spektrum an interaktiven

Online-Kursen (MOOCs - Massive Open Online Courses) und zusätzlichen Dienstleistungen anbietet.

Professoren, Dozenten und Forscher der German University of Digital Science und ihrer Partner erstellen –

stets standortunabhängig – interaktive Massive Open Online Courses (MOOCs) zu einem breiten

Themenspektrum der digitalen Transformation. Diese Kurse werden dann auf der Plattform GermanUDS.academy angeboten. Mit diesen Aktivitäten bietet die German-UDS.academy ein globales soziales

Lernnetzwerk.

„An unserem Projekt mitwirkende Professoren und weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

haben dafür bereits erste Kurse vorbereitet. Sie richten sich an alle, die den digitalen Wandel mitgestalten

möchten und sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen wollen,“ berichtet Prof.

Christoph Meinel, der frühere Direktor des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), der im März 2023 als

HPI-Geschäftsführer ausgeschieden ist und sich sogleich dem Gründungsprojekt der German UDS

gewidmet hat.

„Mit den ersten Onlinekursen der entstehenden German UDS demonstrieren wir, dass wir nicht bloß

reden, sondern auch umsetzen“, ergänzt Prof. Mike Friedrichsen, der zuvor 25 Jahre an der Stuttgart

Media University (HdM) lehrte.

Unterstützung von internationalem Beirat und zwei Ex-Wissenschaftsministerinnen

Nach Angaben der Initiatoren wird das Projekt einer privaten Digital-Universität von einem

internationalen Beirat aus Wissenschaftlern unterstützt. Zu dem achtköpfigen Beratungsgremium

gehören neben Fachleuten der Universitäten Stanford (USA), Monterrey (Mexiko), Madrid (Spanien) und

Cape Town (Südafrika) u.a. auch die Professorinnen und ehemaligen Wissenschaftsministerinnen Johanna

Wanka und Sabine Kunst.

Gemeinnützige Trägergesellschaft ist bereits aktiv

Friedrichsen und Meinel haben für die Realisierung ihres Projekts eine Stiftung gegründet, die

Gesellschafterin der gemeinnützigen Trägergesellschaft „German University of Digital Science gGmbH“ ist.

Diese residiert im so genannten „CloudHouse“, dem Hauptquartier der German UDS, in der Potsdamer

Medienstadt Babelsberg. Sie stellt die Anschubfinanzierung der Digital-Universität bereit und ist Trägerin

aller ihrer Rechte und Pflichten. Beide Initiatoren sprechen nach eigenen Angaben derzeit intensiv mit

Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen über Beiträge zur Anschubfinanzierung

Die German University of Digital Science ist eine englischsprachige volldigitale Universität mit Sitz in der Medienstadt Babelsberg, Potsdam. Sie fokussiert sich auf zukunftsweisende Studienprogramme in den Bereichen Digital Science, Artificial Intelligence, Cybersecurity sowie Virtual und Augmented Reality, die vollständig digital absolviert werden können. Damit macht German UDS digitales Wissen weltweit zugänglich.